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17. Ungenutzte Schätze

Die Rote Valepp – das „Waldwasser“ wie sie noch vor über tausend Jahren genannt wurde – fließt in die falsche Richtung. Jedenfalls aus dem Blickwinkel der früheren Besitzerin der Wälder rings um den Spitzingsee. Die brennholzhungrige Salinenverwaltung in Reichenhall, später in Rosenheim, konnte die riesigen Holzvorräte dieser Bergwälder nicht nutzen. Denn bis ins 20. Jahrhundert hinein wurde Holz auf dem Wasserweg transportiert: Die Stämme wurden in aufgestaute Bergbäche geworfen und dann mit einem Wasserschwall zu Tal getriftet. Die Wälder am Spitzingsee blieben deshalb jahrhundertelang weitgehend ungenutzt. Größere Mengen wären unweigerlich dem Lauf der Roten Valepp folgend im Tiroler Inntal gelandet – kein lukratives Geschäft für die bayerische Salinen- und Forstverwaltung.