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Wolfsbrüder - der Kinohit wirbt für den Schutz von Deutschlands Wölfen

Liebe Leser,

wir freuen uns sehr, dass wir in Kooperation mit der Vertriebsfirma polyband den Kinohit Wolfsbrüder für die Umweltbildung in Deutschland einsetzen können. Der Film eignet sich ideal dazu: Viele Szenen zeichnen ein Bild des Zusammenlebens zwischen Mensch und Wolf (bzw. anderen Wildtieren) in europäischen Kulturlandschaften inclusive aller Konflikte. Zentrale Themen wie "Herdenschutz", "menschliches Fehlverhalten", "Naturverständnis", "Wolf als Projektionsfläche für Agressionen und Ängste" etc. können so im Rahmen der Umweltbildungsarbeit besprochen werden. Beeindruckende (gestellte) Tieraufnahmen machen ihn zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Kaum ein Thema des Naturschutzes sorgt immer wieder für so viel Aufregung wie Wildtiere, wenn sie - scheinbar oder tatsächlich - den Menschen beeinflussen. Viele Menschen fühlen sich unsicher, wie sie damit umgehen sollen – kompetente Informationen sind selten, Panikmache häufig. Dies war in der Geschichte des Naturschutzes oft so – jeder Fortschritt musste mühsam erkämpft werden, und fast alle heute als Erfolgsstory für Mensch und Natur gefeierte Jubiläen wie Nationalparks oder das Verbot des Abschusses bedrohter Tierarten war anfangs zumindest bei einigen Bevölkerungsgruppen hoch umstritten – egal ob in Afrika oder bei uns. Dabei werden oft längst widerlegte Fabeln, Mythen und Lügengeschichten immer wieder aufgewärmt, dahinter verborgen sind aber meist wirtschaftliche Eigeninteressen. Dagegen halten die wildbiologische Forschung und Projekte zum Schutz und Management von Wildtieren aus Deutschland, Europa und Übersee genügend Informationen und Erfahrungswerte bereit, um sich dem Thema sachlich zu nähern und für (fast) alle Fragestellungen eine Antwort zu finden.

Ob Wildtiere wie Wolf und Luchs in Deutschland leben können, entscheiden Sie !

Claus Obermeier | Vorstand der Gregor Louisoder Umweltstiftung


Wolfsbrüder - Trailer | Der Film auf DVD


Umweltpädagogische Hinweise zum Film und zu Konfliktthemen

Der Kinofilm enthält auch Szenen, die sich zwar ideal zur Besprechung des Verhältnisses zwischen Mensch und Wolf in europäischen Kulturlandschaften eignen, aber natürlich so heute in freier Wildbahn nicht erlaubt und gefährlich sind. Insbesondere das Anfüttern wilder Wölfe ist gefährlich und bedeutet für sie heute meistens das Todesurteil, da halbzahme Tiere gemäß den Managementplänen abgeschossen werden. Weitere Infos: Ratgeber "Lernen, mit dem Wolf zu leben".

Der Film zeigt die Not der in einer Art Leibeigenschaft des Großgrundbesitzers lebenden Hirten im frühen 20. Jahrhundert - Verluste von Tieren durch Wölfe bedeuteten eine existentielle Bedrohung der ganzen Familie, da sie die Tiere ihrem Herren ersetzen musste. Dies führte dann im Film zum "Verkauf" des Sohnes an den Großgrundbesitzer. Heute werden Schafe und Ziegen in den meisten Fällen als Hobby oder zur Landschaftspflege gehalten.  Der Verkauf von Fleisch oder Wolle hat dabei meist nur eine geringe Bedeutung für das Haushaltseinkommen. Es gibt in Deutschland nur sehr wenige Haupterwerbsbetriebe mit Schwerpunkt Schafe und Ziegen. Bei allen Schaf- und Ziegenhaltern kommt ein erheblicher Teil der Einnahmen aus staatlichen Fördergeldern und Zuschüssen, zum Beispiel für die Beweidung von Autobahndämmen, Blumenwiesen oder Almen. Dies sollte aus Naturschutzsicht auch nach der Rückkehr der Wölfe auf alle Fälle erhalten und die Schafe entsprechend geschützt werden (siehe unten).

Wölfe lebten und leben auch heute meistens in Gebieten mit Schaf- und Ziegenhaltung. Dazu wurden über Jahrhunderte bewährte Schutzmassnahmen entwickelt, die Tierverluste durch Wölfe minimieren. Besonders bewährt haben sich in Mitteleuropa spezielle Herdenschutzhunde, die die Herde aktiv gegen Wölfe verteidigen. Heute stehen mit mobilen Elektrozäunen weitere technische Mittel zur Verfügung, die Übergriffe von Wölfe weitgehend ausschliessen. Kommt es trotzdem mal zu einem Schaden, wird er in Deutschland und den meisten anderen Staaten vom Staat übernommen. Weitere Infos: www.herdenschutzschweiz.ch bzw. Ratgeber "Lernen, mit dem Wolf zu leben".

In vielen Fällen von Schafsrissen in Deutschland waren die Tiere nachts unbehirtet und ungeschützt, teilweise sogar zusätzlich an Pflöcken angebunden, als sie von Wölfen gerissen wurden. Dies entspricht auch in wolfsfreien Gebieten nicht guter fachlicher Praxis und dem Tierschutz, da verletzte oder strangulierte Tiere nicht erkannt und versorgt werden können. Statistiken: www.wolfsregion-lausitz.de

Wir können in Zukunft fast überall mit dem Auftauchen von einst ausgerotteten Arten wie Biber, Fischotter und Kormoran, aber auch von Wolf und Luchs, rechnen. Wir müssen also Anschluss an die internationalen Bemühungen zum Schutz der Artenvielfalt finden. Es ist ein Skandal, wenn wir in Deutschland wegen minimaler und lösbarer Konflikte  Abschüsse erwägen, während wir gleichzeitig von den viel ärmeren Ländern in Afrika und Asien gigantische Anstrengungen und wirtschaftliche Einbußen zum Schutz der Natur einfordern. Statt Maßnahmen aus dem vorletzten Jahrhundert zu diskutieren, sollte für alle Arten ein modernes Wildtiermanagement umgesetzt werden, wie es international längst selbstverständlich ist. Weitere Infos in den Beiträgen im Magazin: http://www.glus.org/projekte/bayern-wild/magazin-bayern-wild.html

Motive für Freianzeigen / Onlineanzeigen

Bitte unterstützen Sie unsere Umweltbildungsarbeit zum Thema Wolf mit der kostenlosen Veröffentlichung dieser Motive. Wir freuen uns besonders über Belegexemplare...

Zusatzmaterial

Onlineangebote zum Film:
Website zum Film Wolfsbrüder


Ansprechpartner Kooperationsprojekt:

Claus Obermeier, info@umweltstiftung.com


Spannende Reportagen und tolle Bilder rund um den Wolf: 

Einzelexemplare des Magazin "Bayern wild" können kostenlos gegen Einsendung einer 145-Cent-Briefmarke bei der

Gregor Louisoder Umweltstiftung

Brienner Straße 46

80333 München

angefordert werden.